Montag, 13. November 2017

Schwarzwaldultra 2017

Vor rund 20 Jahren hatte ein Leichtathlet des Freistetter Sportvereins die Idee, man könnte ja mal von Freistett zur Hornisgrinde laufen. Für alle, dies nicht wissen, wo da ist. Freistett liegt im Badischen rund 20km von Kehl / Strasbourg und rund 30km von BadenBaden entfernt rund 1,5km vom Rhein entfernt im Ortenaukreis. Von Freistett zur Hornisgrinde sind es rund 24km, wobei die letzten 10km knapp 1100 Höhenmeter in sich haben.

Zu erst blieb es mal bei dieser Idee. Irgend wann vor reizte es mich, dies mal aus zu probieren. So liefen wir, eine kleine Laufgruppe tatsächlich vor 10 Jahren von Freistett zur Hornisgrinde. Von dort gingen wir weiter zum Seibelseckle und liesen uns dort wieder abholen. Bei dieser Version waren wir jedoch von einem Fahrzeug abhängig, das uns wieder abholen sollte. Mittlerweile lernte ich Läufer kennen, denen diese 24 km zu wenig waren und es für sie nicht lohnte mehr als 30km Anfahrt in Kauf zu nehmen.

Also beschloss ich die Tour zu ändern. Wir starteten in Oberachern und liefen über Sasbachwalden, Hohritt, Breitenbrunnen zur Hornisgrinde, dann zum Seibelseckle um über den Bieberkessel zur Unterstmatt und dann über die Glashütte zurück nach Oberachern zu gelangen. So hatten wir aber nach der "pflichtgemässen" Einkehr in Seibelseckle - wegen der guten Erbsensuppe mit Wienerle - aber hinterher mit gefülltem Magen den grössten Teil der Strecke noch vor uns.

Vor rund 3 Jahren haben wir die Tour dann umgekrempelt. Start Oberachern, Sasbachwalden, Gaishöll Wasserfälle, Bischenberg, Hohritt, Wendelin-Dinger-Weg, Glashütte, Hardstein, Ommerskopf, Wittig, Unterstmatt, Ochsenstall, Bieberkessel, Seibelseckle ( Erbsensuppe nicht vergessen und ein kühles alkoholfreies Ulmer Weizen ), dann hoch zum 3 Fürstenstein ( Grenzpunkt des Großherzogtums Baden, des Fürstentums Württemberg und dem Bistum Strasbourg ), weiter über den Bohlenweg über das Hochmoor der Hornisgrinde, am Windrad auf der Westseite des Kammes zurück zum Hornisgrindeturm, dann runter zum Mummelsee um über den Hochkopf  Richtung Breitenbrunnen und ab dort wieder zurück zur Hohritt und über Sasbachwalden wieder zum Ausgangspunkt. Herausgekommen war eine Strecke von rund 43 km mit knapp 1600 Höhenmetern

Dieses Jahr hatten wir Nieselregen, Starkregen auf der Hornisgrinde kamen wir in ein Sturmtief mit orkanartigen Böen, erbsengroßen Hagelkörner und Gewitter. Dem folgte auf unserem Heimweg wieder Regen, Regen.....Regen. Fast alle Wege verwandelten sich in kleine Bäche, Rinnsale wurden zu Wasserfällen und in der Gaishöll lief sogar das Wasser auf den Wegen ins Tal runter. 


Nach rund 8 Stunden kam die Laufgruppe wieder wohlbehalten in Oberachern an. Der SV Oberachern stellte der von Regen "aufgeweichten" Gruppe die Duschräume zur Verfügung.

Gemeinsam mit laufendhelfen.de übergibt die Gruppe dem Sozialpartner eine Spende.

Die Läufer waren von links nach rechts:

Michael Schumacher, Georg Hilden, Eddi Urban, Josef Kornmeier, Moniak Hetztel, Sibylle Demisch und Andreas Siebert.
 Nicht auf dem Bild sind die Walker Petra Urban und Rita Dalgauer, welche von Seebach aus an Seibelseckle und wieder zurück walkten.

Wer den Schwarzwaldultra mit einer Spende zu Gunsten wassertropfen-kork.de unterstützen möchte, schickt einfach eine eMail an Eddi Urban unter: info@genusslaeufer.net.

Der nächste Schwarzwaldultra findet am 11.11.2018 statt.




Mittwoch, 28. Juni 2017

Mit "Wunschtours" durch den Schwarzwald

oder

Laufen, wo der Schwarzwald am schönsten ist....




....Treffpunkt war am Samstag 24.06.17 um 06.45 Uhr bei Christina und Josef Wunsch in Oberkirch. Zu gegeben, es ist schon früh, man könnte auch sagen, fast mitten in der Nacht. Aber um 07.00 Uhr war auch der Start zu unserer 2 tägigen Lauf-/Walkingtour geplant. Rund 60km standen am Samstag auf dem Programm und das waren es auch.

Von Oberkirch aus gingen wir zur Schauenburg und genossen den herrlichen Blick in die Weite der Rheinebene. Vorbei am Schwalbenstein - einem Denkmal aus Kriegszeiten - , auf dem Renchtalsteig - ein 100km Rundwanderweg ums Renchtal - und dem Felsenweg kamen wir nach Ottenhöfen. Dort wurden wir von Karin und Raimund Spiegel bestens versorgt, so dass wir am liebsten nicht mehr weiter wollten. Am Karlruher Grat konnten wir feststellen, dass Menschen wirklich von Affen abstammten. Ohne Klettern ging da gar nix. Nach der Klettertour folgten wir unter anderem dem Almenpfad über den Ruhestein, Schliffkopf zu den Allerheiligen Wasserfällen. Dort genossen wir ein kühles Weizen bevor wir uns wieder auf den Weg über den Karl-Seith-Weg, Turmsteig zum Martinschopf machten. Der Martinschopf liegt oberhalb Bad-Peterstal ca. 1km von der Renchtalhütte entfernt. Er ist eine umgebaute Tenne und bietet reichlich Platz für Feste aller Art. Familie Kimmig hatte uns super versorgt und eine schöne Übernachtungsmöglichkeit geboten. Am Sonntag war um 08.00 Uhr Frühstückszeit. Nach dem leckeren Frühstücksbuffet wollten wir am liebsten noch eine Weile verbleiben, aber um 09.30 Uhr war wieder "Abmarsch".
Wieder begleitete uns sonniges Wetter auf unserem Weg über den Wiesensteig, Dollenberg, Hildahütte zum Haberer Turm. Im Glaswaldsee genossen wir ein wohliges Bad. Auf dem Himmelsteig erreichten wir abends gegen 18.00 Uhr den Bahnhof Bad-Peterstal, welcher nicht nur Endstation mancher Züge ist sondern auch unseres Laufes.

2 Tage und 100km  waren wir im Herzen des Schwarzwaldes ohne Zeitdruck und ohne Wettkampfstress unterwegs. Danke an Josef und Christina für die super Strecke und sehr gute Führung. Nächstes Jahr buchen wir wieder "Wunschtours"

Bilder vom Lauf findet ihr HIER

Eddi